Wasserkuppe

Die Wasserkuppe ist mit 950m Höhe die höchste Erhebung der Rhön und auch der höchste Berg Hessens. Vom Gipfel erleben Besucher eine weite Sicht über die sanfte Bergwelt der Rhön.
Für Sommerrodler gibt es eine 700m lange Doppel-Rodelbahn, und eine etwa 1000m lange ganzjährig befahrbare Bobbahn, den "Rhönbob".
Unterhalb der Bergkuppe befindet sich seit 1923 ein Fliegerdenkmal. Jährlich am 9. August finden hier Gedenkstunden für verstorbene Flieger statt.
Besucher können auch das Starten oder Landen von Segelflugzeugen miterleben. Gleitschirm- und Drachenflieger sind hier anzutreffen.

Die Wasserkuppe ist der "Berg der Flieger", auf der Wasserkuppe liegt eine Wiege des Segelflugsports, hier gibt es seit 1924 eine Segelfliegerschule, es ist die älteste der Welt.
Historische Segelflugzeuge (Originale und Nachbauten), Flugmodelle und Schautafeln zur Geschichte des Segelfluges sind im 1987 eröffneten Segelflugmuseum ausgestellt.

Geschichte/ Ereignisse:
- vor ungefähr 20 Millionen Jahren Entstehung der Wasserkuppe durch vulkanische Aktivität
- 1879 bauen Wanderfreunde vom Rhönklub eine Schutzhütte auf dem Berg
- 1884 wird eine erste Gaststätte auf der Wasserkuppe eröffnet
- 1911 und in folgenden Jahren erproben Studenten aus Darmstadt Fluggeräte
- 1920 findet der 1. Segelflugwettbewerb statt (15.07. - 31.08.)
- 1922 Einrichtung einer meteorologischen Station (Preußische Meteorologische Institut)
- 1923 wird das Fliegerdenkmal eingeweiht (Architekt Johannes Mosner)
- 1924 die erste Straße zur Wasserkuppe wird gebaut
- 1924 wird die erste Flugschule gegründet, erster Fluglehrer ist Fritz Stamer
- 1925 die Flugschule muss wegen Geldmangel zunächst wieder schließen
- 1925 das "Ursinus-Haus" wird gebaut (Deutsche Wetterdienst)
- 1928 Max Vallier, Friedrich Wilhelm Sander und Fritz von Opel erproben Raketenstarts
- 1928 Fritz Stamer fliegt erfolgreich mit einem Segelflugzeug "Ente"
   und zusätzlichen Raketenantrieben
- 1930 durch Ausnutzung der Thermik gelingen von der Wasserkuppe Flüge von über 100 Kilometer
- 1930 sind beim Segelflugwettbewerb Teilnehmer aus vielen europäischen Ländern dabei
- nach 1930 zunehmenden militärische Nutzung
- 1943 Bombardiertwirung der Wasserkuppe (20 Tote und viele Schwerverletzte)
- 1950 (04.08) wird in Gersfeld der "Deutsche Aero-Club" gegründet
   (Präsident Wolf Hirth, Generalsekretär Fritz Stamer)
- 1951 die Alliierten heben Verbot, Segelflugzeuge herzustellen und zu besitzen, auf
- 1963 wird ein Skilift am Nordhang in Betrieb genommen
- 1972 die Bundeswehr errichtet Radarstationen, verstärkte millitärische Nutzung beginnt
- 1975 der Drachenflug wird auf der Wasserkuppe aktuell
- 1976 eine Sommerrodelbahn wird eingeweiht
- 1989 von den fünf Radarkuppel, werden drei abgebaut, eine neue kommt hinzu
- 1998 die Bobbahn "Rhönbob" geht in Betrieb
- 1998 Abbau einer weiteren Radarkuppel
- 1998 die Hessische Verwaltungsstelle Biosphärenreservat Rhön (Ehrenberg-Wüstensachsen)
   zieht in das Groenhoff-Haus auf der Wasserkuppe
 
 
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