Richelieu / Frankreich

Der mächtige Kardinal Richelieu (Armand Jean du Plessis 1585-1642) erwarb 1621 das Familiengut und beauftragte 1625 den Architekten Jacques Lemercier mit dem Bau eines gigantischen Schlosses, das ab 1631 errichtet wurde. Vom Schloss, größtenteils während der Revolution zerstört, ist kaum mehr übrig geblieben als ein schöner, von breiten Gräben durchbrochener, 475 Hektar großer Park (Parc du Domaine de Richelieu). Am Eingang zum Park steht ein Denkmal für den Kardinal.

Seit 1631 Grafschaft/ Herzogtum, bekam Kardinal Richelieu 1631 die königliche Erlaubnis, in der Nähe des Schlosses auch eine Stadt zu errichten. Das Ergebnis war eine so genannte Reißbrettstadt, rechteckig, mit schnurgeraden Straßenzügen, die von Mauern umgeben war. Sie verkörperte die Vorstellung des Kardinals von einer "Idealstadt". Bei einem Besuch in Richelieu ist dieses Architekturprinzip anschaulich und die Bausubstanz weitestgehend erhalten.
Die 12m breite Hauptstraße Grande Rue verläuft gerade von der Porte de Chinon zum Marktplatz und in der Verlängerung durch die Porte de Chateua bis zum Parkeingang.

Die im Fachwerkstil gebaute Markthalle ist die größte erhaltene hölzerne Markthalle in Frankreichs, noch heute finden hier die Markttage statt. Gegenüber, ebenfalls am Marktplatz, steht die Kirche Notre-Dame.

- ca. 2300 Einwohner
- südwestlich von Tour gelegen, im Department Indre et Loire
- Parc du Domaine de Richelieu 475 Hektar groß
 
 
 

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