Cropfaktor

Der Brennweitenverlängerungsfaktor, der sich in der Digitalfotografie im Vergleich zur Kleinbildfotografie 36mm x 24mm bei den Brennweiten der Objektive ergibt, wird als Cropfaktor bezeichnet. Er ergibt sich aus dem Verhältnis der Diagonalen von Kleinbildformat 36mm x 24mm und Foto-Sensor.
Ein Sensor in der Größe von 36mm x 24mm ist ein Vollformat-Bildsensor (Vollformat-Kamera). Ein sich ergebender Cropfaktor von 1,0 braucht praktisch nicht zur Anwendung gebracht werden, da sich keine Unterschiede ergeben.

Die meisten Bildsensoren bei Digitalkameras sind jedoch kleiner als 36mm x 24mm. Es ergibt sich je nach Sensorgröße ein Cropfaktor von z.B. 1,3/ 1,5 oder 1,6. Ein Objektiv mit einer Brennweite von 200mm Brennweite entspricht bei einem Cropfaktor von 1,6 (z.B. EOS Canon 20D) einem Objektiv von 320mm Brennweite.

Das Kleinbildformat 36mm x 24mm hat Jahrzehnte die Fotografie geprägt, sich bewährt, und Fotografen verfügen über Erfahrungen und entsprechende Fototechnik. Wechselobjektive für Spiegelreflexkameras, wie Weitwinkelobjektive oder Teleobjektive gehören zur Ausrüstung der Fotografen.

Wechselobjektive können unabhängig von der Größe des Foto-Sensors unter Berücksichtigung des Cropfaktors verwendet und hinsichtlich der Brennweite verglichen werden. Schärfentiefenmarken an Objektiven werden ebenfalls mittels des Cropfaktors umgerechnet. Ein Nachteil ergibt sich lediglich bei Weitwinkelobjektiven, da ein Objektiv mit 28mm Brennweite bei einem Cropfaktor von 1,6 bereits einem Objektiv von 44mm Brennweite entspricht und damit nicht mehr die Eigenschaften eines Weitwinkelobjektivs aufweist.
 
 
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