1904 erstes Erdwärmekraftwerk
Erdwärme wurde zuerst vom Fabrikanten Francois-Jacques Larderel (1789-1858) in Form von Prozesswärme industriell eingesetzt. In Larderello (Italien), gelegen in einer alten Vulkanregion, leitete er ab 1827 aus der Erde natürlich ausströmenden Wasserdampf an die Kessel seiner Borsäure-Fabriken. Der Nutzen lag in der Einsparung von Brennholz, dass zum Heizen der Kessel verwendet wurde.
1828 veranlasste Larderel die erste gezielte Bohrung nach heißem Wasserdampf und hatte ebenfalls Erfolg.
Das erste Kraftwerk zur Nutzung von Erdwärme wurde 1904 im italienischen Larderello (Toskana) in Betrieb genommen. Es war ein Kleinstkraftwerk, genaugenommen nur ein Dynamo, mit dem erzeugten Strom wurden 5 Glühlampen zum leuchten gebracht. Ab 1905 lieferte das Erdwärmekraftwerk Strom für die Beleuchtung in den Fabriken und im Umland.
1913 nahm ein Nachfahre Larderels, Graf Piero Ginori Conti ein Erdwärmekraftwerk mit 220 KW Leistung in Betrieb. Der Ausbau erfolgte bis 1930 auf 11 MW.
Gegenwärtig leisten mehrere Kraftwerksblöcke im Gebiet von Larderello zusammen weit mehr als 500 MW.
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