Erfindungen des 20. Jahrhunderts
 FORTSETZUNG: Die technische Entwicklung des Fernsehens
Ab 1936 strahlte England als zweites Land einen regelmäßigen Fernseh-Programmdienst aus, dann folgten 1939 die USA, es wurde eine Ansprache von Präsident Franklin D. Roosevelt zur New Yorker Weltausstellung am 30. April 1939. übertragen. Japan startete 1954 als erstes Land Asiens einen regelmäßigen Fernsehversuchsdienst.
Nach einem Unfall auf der Berliner Funkausstellung, bei dem der Ton-Bildsender der Reichspost in Flammen aufging, mußte der Betrieb vorrübergehend eingestellt werden.
Bis zum 2. Weltkrieg standen die Aktivitäten zur Entwicklung der Fernsehtechnik im Zeichen der Verbesserung der Bildqualität und Bestrebungen zur Massenproduktion von Fernsehgeräten. Zur Weiterentwicklung der Fernsehtechnik gründete die Post am 1. Januar 1937 die Reichspostforschungsanstalt. Eine erste wesentlichen Verbesserung der Bildqualität brachte der 441-Zeilen-Empfänger. 1936 präsentierten “Telefunken” und die “Fernseh AG” dann erste elektronische Großbildprojektoren mit Braunscher Röhre, ab 1938 konnten damit überlebensgroße Bilder nationalsozialistischer Redner dargestellt werden. Auch Farbsendungen gelangen schon im Test.
Im Krieg wurden die Funkdrahtnetze überwiegend in militärischen Gebrauch übernommen und die Forschungskapazitäten des Fernsehens wurden auf die Schaffung neuer Waffensysteme, z.B von Nachtsichtgeräten, ausgerichtet. Ein beschränkter Sendebetrieb wurde noch einige Zeit für Unterhaltung und Propaganda aufrechterhalten. Als 1943 wichtige Sendeanlagen von Bomben zerstört wurden, konnte nur noch über Draht "gesendet" werden. Endgültig eingestellt wurde der Sendebetrieb des ersten Fernsehsenders jedoch erst gegen Ende des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Krieg begann in Deutschland das öffentliche Fernsehen 1952 in der BRD und in der DDR 1955.
In den USA führte man 1954 das NTSC-Sytem ein. Die NBC strahlte seit 1954 bereits einzelne Programme in Farbe aus, 1958 verabschiedete sich NBC dann von schwarz/weiß Fernsehen und sendete regelmäßig in Farbe. Aufgrund gewisser Mängel, die das NTSC-System mit sich brachte, wurde über andere Systeme nachgedacht. 1956 gelang dem französischen Elektrotechniker Henri de France mit seinem Secam-System die Lösung dieser Schwierigkeiten. SECAM wurde 1966 in Frankreich Standartsystem. 1963 führte Walter Bruch sein bei Telefunken entwickeltes PAL-Sytem vor. Es wurde 1967 das offizielle Farbfernsehsystem in der Bundesrepublik.
 
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